Hoffnungsengel

Und wieder ein Ende...

Schon komisch, wie melancholisch man werden kann, wenn einem bewusst wird, dass wieder ein Jahr vorbei geht...

Ziemlich schnell, wie mir scheint ist dieses Jahr vergangen, doch eigenartigerweise fällt mir ziemlich wenig ein, was dieses Jahr passiert ist. Es gibt schon Erinnerungen, es ist ja nicht so, dass ich Erinnerungen verdränge...nein im Gegenteil...ich lasse sie zu. Manche dieser Erinnerungen muntern mich wirklich auf, zaubern mir ein Lächeln übers Gesicht und manche Erinnerungen bringen mich echt zum nachdenken. Es kann dann passieren, dass ich im Bus nur in eine Richtung schaue, versunken in meinen Gedanken...bis ich merke, dass ich aussteigen muss.

Was war schon das Positivste, das Schönste in diesem Jahr 2008?
Hm...lange musste ich in der Gruppe nachdenken...bis ich gemerkt habe, dass es nicht darauf ankommt was schön oder was nicht so toll war, sondern einzig und allein darauf, was man draus gemacht hat. Auch da musste ich unweigerlich lächeln.
Es kommt mir zwar so vor, als wenn ich dieses Jahr alles Erlebte nicht so real erlebt habe, sondern mir erscheint alles wie ein Traum , indem ich selbst entschied, wann etwas zu Ende ging oder wann etwas Neues anfing. (Und selbst das kann ich nicht in jedem Traum!)
Ja und in diesem Moment...wirklich und wahrhaftig hatte ich das Gefühl sowas wie einen freien Willen zu besitzen...

Es kommt mir so vor, als würde ich schon immer in meiner eigenen Wohnung leben, mich meinen Dingen widmen, als hätte ich nie was anderes gemacht.
Es liegt mehr Verantwortung auf mir, aber irgendwie ist diese Verantwortung keine Last für mich, sodern alles was ich die letzte Zeit machte und mache, vieles spontan, aber auch wohlüberlegt, all das lässt mich aufleben.

Auf einer mir unerklärlichen Weise fühle ich etwas tief in mir...was ich nur schwer beschreiben kann...vielleicht brauche ich es auch nicht beschreiben, vielleicht reicht es, dass es einfach existiert. Das es in mir existiert...und nicht nur das, sondern auch viele andere Gefühle, die manchmal mit meinen Gedanken einhergehen...ja, dass ich mich zu einem gefühlvollen, denkenden Menschen entwickelt habe.
Ich verspüre einen tiefen Dank an die Menschen, die mir in diesem Jahr zur Seite standen.
Ohne sie wäre vieles schwieriger gewesen, ohne sie wäre das Leben vielleicht in vieler Hinsicht zu einseitig gewesen.

Eigentlich hatte ich befürchtet, dass dieses Jahr mir eher negativ in Erinnerung bleiben würde, aber wie vorher angedeutet, ich möchte nicht in Extremen denken, sondern abwägen...

Und so stelle ich fest, wie eigenartig auch der Nebel um meine Erinnerungen auch lag, alles was ich erlebt habe, hat zu meiner Entwicklung beigetragen.
In diesem Jahr wurde ich zu einem unabhängigen Menschen, einem erwachsenen Menschen, der aber immer dass innere Kind bei sich tragen wird.

"Und jetzt erst Recht lebe ich...und jetzt erst Recht bin ich und jetzt erst Recht gehe ich meinen Weg..."

Es ist dunkel.
Bäume umspielen den Weg auf dem ich schreite.
Hin und wieder sehe ich einen Schatten, der mir schon lange keine Angst mehr machte.
Trotzdem ist mein ganzes Wesen auf der Hut, denn das ganze Leben...ja es gleicht einem Schachbrett, ein Schritt ohne vorher die anderen Schritte wohl überlegt zu machen, bringt einen nur zum Fallen...die Kraft zum Vorhersehen ist unglaublich gefragt!
Ich blicke mich um...geschärft sind meine Sinne, mein Verstand klar...
Dumpfes Licht der Laternen fällt mir ins Auge, sodass ich nicht erkennen kann, welcher der Schatten aufleuchtet.
Ich ahne nur, dass sich die Gestalt immer weiter nähert...
Doch welcher der Schatten leuchtet zuerst auf, welches Wesen...welche Person zeigt sich, wer offenbart sich in der Dunkelheit? In der Ungewissheit? Wer geht zusammen mit mir den Weg weiter?

Den Weg des Lebens.

Ich wünsche jedem Wesen auf diesem Planeten einen guten Rutsch ins neue Jahr!

3 Kommentare 30.12.08 17:22, kommentieren

Werbung


Ich muss gar nix!

So!
Hab mir die letzte Zeit auch mal Zeit für mich genommen.

Ich habe keine Lust mehr immer nur zu funktionieren.

Das Zeichnen tut mir gut, da kann ich frei sein und muss mich nicht anpassen.

Hab ein Lied gefunden, was irgendwie zu meiner Stimmung passt.


Großstadtgeflüster <-------Lied!

3 Kommentare 23.10.08 15:01, kommentieren

Die Liebe zum Leben?

Es ist einfach so viel passiert...

Seit Monaten durchströmt mich ein Schmerz in der Magengegend.
Magenschleimhautentzündung war die Diagnose bei der Magenspiegelung und Streß die einzige mögliche und wohl logische Ursache...


" Wenn ich zurückblicke in die letzten Monate, ja in die Vergangenheit, so tauchen vor mir Bilder auf, unschöne Bilder, die versuchen mich weiter nach unten zu bringen, mich in den Abgrund zu zerren, dass ich falle...

...dass ich falle und nie mehr aufstehe...wenn ich doch zu Hause bleibe, wenn ich weiter sehe, wie weit Menschen sich noch in den Abgrund bringen können, im Alkohol ertrinken, in dem Geruch der Zigaretten ersticken...doch das Schlimmste, sich weiter vor anderen Menschen verstecken, zu ihren Gefühlen nicht stehen, zu Marionetten ihrer Sucht werden und somit nicht wirklich zu Menschen... "

Zugegeben Menschen können falsch sein, deswegen verstehe ich vielleicht meine Eltern, warum sie allein sein möchten...sich die Einsamkeit als Freund nehmen...

Menschen können weh tun.
Sie lästern, machen einen runter, können oft nichts für sich behalten, auch keine Geheimnisse, schon gar nicht Geheimnisse!
Menschen sind egoistische Wesen.
Immer geht es nur um sie und sonst um niemanden.
Hauptsache ihre Bedürfnisse werden befriedigt, alles andere ist egal.
Sie denken, dass das was ihnen gut tut, auch unbedingt Anderen gut tun muss.
Im Grunde gesagt sind sie was Emotionen angeht echte Krüppel und denken, dass es nur um das Körperliche Wohl geht, weil mit der Psyche möchten sie am Besten nichts zu tun haben.
Seele, Psyche, Geist alles viel zu komplex, zu schwierig zu fassen und irgendwie wohl zu schräg! Sich bloß nicht damit befassen und schon gar nicht erwähnen, dass es einem psychisch nicht gut geht!
Ahja und schon gar nicht krank werden, immer gesund bleiben, bloß funktionieren!

Menschen bieten einem die Freundschaft an und später kehren sie einem den Rücken zu, nur weil sie von ihren egoistischen Bedürfnissen geblendet werden, sie vergessen manchmal, wie sehr ihnen ein guter Freund/ eine gute Freundin geholfen hat...als sie in einem schwarzen Loch waren und ihnen jemand die Hand gab...

Menschen haben ihre Strukturen.
Jeder Mensch seine eigenen.
Amüsant wird es erst, wenn jemand seine eigenen Strukturen, seine Regeln einem anderen aufzwingen möchte...Dominanz lässt sich dann auch meist grüßen!

"Die Schmerzen breiteten sich immer mehr aus, das Gefühl sich zu übergeben, sich den Bauchkrämpfen irgendwann einmal ganz hinzugeben, zu spüren das man immer mehr eingeengt wird. Aber woher kommt die Enge?
Warum kann der Vogel nicht fliegen, warum nicht frei sein?
Er kann nicht fliegen, wenn seine Ruhe gestört wird, beim Lernen beim Schlafen und beim Zeichnen.
Er kann es nicht mehr sehen.
Die Vergangenheit in den vier Räumen kann er nicht mehr sehen und wie sich die geliebten Artgenossen immer weiter zerstören...und so beschloss sich dieser Vogel, der in Wahrheit ein Mensch ist, aufzugeben...er beschloss nach einer Alternative zu suchen, sich das Leben zu nehmen....zumindest schien es so zu Anfang..."


Wenn der Verstand des Menschen mit dem Gefühl harmoniert, so kommt es hin und wieder vor, dass schöne Erfahrungen auftauchen.
Das es auch Freunde gibt, die bei einem Bleiben und nicht weggehen.
Das man Spaß haben kann an gewissen Aktivitäten.
Menschen haben Hobbys.
Sie können ihren Verstand benutzen und auch im Einklang mit sich selbst sein.
Menschen sorgen sich um andere Lebewesen.
Sie kümmern sich um die Natur.
Menschen haben viele Begabungen.
Jeder Mensch hat seine Interessen und seine Meinungen.
Interessant wird es, wenn verschiedene Meinungen aufeinandertreffen.
Menschen können sensibel sein.
Menschen geben Liebe und empfinden Liebe.

"Es kann doch nicht das Ende gewesen sein...?! Nein...auf einer mir meist unerklärlichen Weise stand ich doch wieder auf und ging meinen Weg und diesmal weg von meiner Familie, die für mich, so hart es auch klingen mag, das Elend selbst symbolisierte...aber ich lebe mein Leben, nicht das meiner Eltern...Freiheit war schon immer das, nach was ich mich am meisten sehnte...Freiheit von Schmerzen, Freiheit von Ängsten, von Alpträumen jeglicher Art, die Freiheit von Menschen, die einem nur schaden...einfach die Freiheit SEIN Leben zu leben...hat nicht jeder die Freiheit sein Leben selbst zu gestalten?"

So kam es dazu, dass es Menschen gab, die einem doch halfen, als man in Not war, man traf sie zwar erst später, sie schienen so weit entfernt und doch so nah.
Nahmen mich auf...

"Obwohl bei einem Menschen sind, man fühlt sich oft so einsam. Der Schmerz in der Magengegend bringt Streß mit sich, zu viel Druck und immer die Sorge, ob man alles schaffen kann, schulisch, wie auch privat mit den Ämtern...
Der Schmerz in der Magengegend erinnert an die Vergangenheit, an die verlorene Kindheit...daran wie oft man Dinge alleine bewältigen musste, was einerseits Selbstständigkeit förderte, andererseits Einsamkeit und keinen Halt mit sich brachte, es gab niemanden, der einen mal festhielt, wenn es zu sehr weh tat oder wenn man wieder in ein schwarzes Loch gefallen ist...dabei braucht jeder Mensch doch Liebe, jeder Mensch braucht Fürsorge."

Es gibt Menschen, die einem helfen können, allein wenn sie schon da SIND.

"Als ich ging und meine Eltern zurückließ überkam mich ein komisches Gefühl und doch war es richtig, es war gut für mich.
Aber es brachte natürlich auch andere Probleme mit sich.
Ich musste merken, dass ich manchmal gar nicht so frei war, dass ich mich, wenn ich irgendwo wohnte an Regeln halten musste, was mir persönlich ja eigentlich nicht sonderlich schwer fällt, da ich an sich ein sehr braves Mädchen bin. Ich beiße nicht...ich kratze nur dann, wenn ich merke, dass mir ein System aufgezwungen wird, was mir nur schadet. Viele gehen wohl noch davon aus, ich würde nicht wissen, was mir gut tut, dabei hab ich es immer wieder bewiesen, das ich es kann...ich habe es wohl doch am Ende gelernt um mich zu kümmern, nicht immer um Andere...und was ich noch auf meiner Reise durch das Leben gemerkt habe, ist die Dominanz mancher Menschen, besonders der männlichen Wesen unter uns. Jemand, der Dominanz ausübt, ist mir an sich schon gar nicht mehr geheuer, da stimmt doch was nicht. Ist der Mensch etwa so schwach, dass er anderen zeigen muss, wie dominant er werden kann? Schwachsinn...je mehr ich an Männer denke, desto mehr erfüllt mich ein Ekelgefühl. Ich kann mit ihnen befreundet sein, es gibt einige mit denen man gut leben kann...aber ich sehne mich nach einer anderen Wärme...das habe ich schon gemerkt....ja das fiel mir immer mehr auf...."

"Manchmal da träumte ich Nachts auch schöne Träume....endlich...sie waren so sanft und geborgen...und gewiss ich werde sie irgendwann finden..."

Ich werde wohl weiter wandeln durch mein Leben, auf der Suche, was mir gut tut, wo ich mich fallen lassen kann und nicht immer nur für etwas kämpfen muss oder mich rechtfertigen.
Ein Recht auf freies Leben zu haben.

Oder ist Freiheit nur eine Illusion?

Und was ist mit der Einsamkeit? Wo ist mein Zu Hause?
In mir...ich möchte mich in mir selbst zu Hause fühlen...

Ist Einsamkeit eine Illusion?

Was ist schon Wirklichkeit und was Illusion...

Ich weiß eins und das gewiss...ich bin ein Mensch.
Mit meinen Stärken und Schwächen.

Ich bin ich, bleibe mir treu und das macht mich auch aus.

In Liebe.
Eure Maria

4 Kommentare 3.10.08 21:40, kommentieren

Powered by 20six / MyBlog
Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung