Hoffnungsengel

Die Liebe zum Leben?

Es ist einfach so viel passiert...

Seit Monaten durchströmt mich ein Schmerz in der Magengegend.
Magenschleimhautentzündung war die Diagnose bei der Magenspiegelung und Streß die einzige mögliche und wohl logische Ursache...


" Wenn ich zurückblicke in die letzten Monate, ja in die Vergangenheit, so tauchen vor mir Bilder auf, unschöne Bilder, die versuchen mich weiter nach unten zu bringen, mich in den Abgrund zu zerren, dass ich falle...

...dass ich falle und nie mehr aufstehe...wenn ich doch zu Hause bleibe, wenn ich weiter sehe, wie weit Menschen sich noch in den Abgrund bringen können, im Alkohol ertrinken, in dem Geruch der Zigaretten ersticken...doch das Schlimmste, sich weiter vor anderen Menschen verstecken, zu ihren Gefühlen nicht stehen, zu Marionetten ihrer Sucht werden und somit nicht wirklich zu Menschen... "

Zugegeben Menschen können falsch sein, deswegen verstehe ich vielleicht meine Eltern, warum sie allein sein möchten...sich die Einsamkeit als Freund nehmen...

Menschen können weh tun.
Sie lästern, machen einen runter, können oft nichts für sich behalten, auch keine Geheimnisse, schon gar nicht Geheimnisse!
Menschen sind egoistische Wesen.
Immer geht es nur um sie und sonst um niemanden.
Hauptsache ihre Bedürfnisse werden befriedigt, alles andere ist egal.
Sie denken, dass das was ihnen gut tut, auch unbedingt Anderen gut tun muss.
Im Grunde gesagt sind sie was Emotionen angeht echte Krüppel und denken, dass es nur um das Körperliche Wohl geht, weil mit der Psyche möchten sie am Besten nichts zu tun haben.
Seele, Psyche, Geist alles viel zu komplex, zu schwierig zu fassen und irgendwie wohl zu schräg! Sich bloß nicht damit befassen und schon gar nicht erwähnen, dass es einem psychisch nicht gut geht!
Ahja und schon gar nicht krank werden, immer gesund bleiben, bloß funktionieren!

Menschen bieten einem die Freundschaft an und später kehren sie einem den Rücken zu, nur weil sie von ihren egoistischen Bedürfnissen geblendet werden, sie vergessen manchmal, wie sehr ihnen ein guter Freund/ eine gute Freundin geholfen hat...als sie in einem schwarzen Loch waren und ihnen jemand die Hand gab...

Menschen haben ihre Strukturen.
Jeder Mensch seine eigenen.
Amüsant wird es erst, wenn jemand seine eigenen Strukturen, seine Regeln einem anderen aufzwingen möchte...Dominanz lässt sich dann auch meist grüßen!

"Die Schmerzen breiteten sich immer mehr aus, das Gefühl sich zu übergeben, sich den Bauchkrämpfen irgendwann einmal ganz hinzugeben, zu spüren das man immer mehr eingeengt wird. Aber woher kommt die Enge?
Warum kann der Vogel nicht fliegen, warum nicht frei sein?
Er kann nicht fliegen, wenn seine Ruhe gestört wird, beim Lernen beim Schlafen und beim Zeichnen.
Er kann es nicht mehr sehen.
Die Vergangenheit in den vier Räumen kann er nicht mehr sehen und wie sich die geliebten Artgenossen immer weiter zerstören...und so beschloss sich dieser Vogel, der in Wahrheit ein Mensch ist, aufzugeben...er beschloss nach einer Alternative zu suchen, sich das Leben zu nehmen....zumindest schien es so zu Anfang..."


Wenn der Verstand des Menschen mit dem Gefühl harmoniert, so kommt es hin und wieder vor, dass schöne Erfahrungen auftauchen.
Das es auch Freunde gibt, die bei einem Bleiben und nicht weggehen.
Das man Spaß haben kann an gewissen Aktivitäten.
Menschen haben Hobbys.
Sie können ihren Verstand benutzen und auch im Einklang mit sich selbst sein.
Menschen sorgen sich um andere Lebewesen.
Sie kümmern sich um die Natur.
Menschen haben viele Begabungen.
Jeder Mensch hat seine Interessen und seine Meinungen.
Interessant wird es, wenn verschiedene Meinungen aufeinandertreffen.
Menschen können sensibel sein.
Menschen geben Liebe und empfinden Liebe.

"Es kann doch nicht das Ende gewesen sein...?! Nein...auf einer mir meist unerklärlichen Weise stand ich doch wieder auf und ging meinen Weg und diesmal weg von meiner Familie, die für mich, so hart es auch klingen mag, das Elend selbst symbolisierte...aber ich lebe mein Leben, nicht das meiner Eltern...Freiheit war schon immer das, nach was ich mich am meisten sehnte...Freiheit von Schmerzen, Freiheit von Ängsten, von Alpträumen jeglicher Art, die Freiheit von Menschen, die einem nur schaden...einfach die Freiheit SEIN Leben zu leben...hat nicht jeder die Freiheit sein Leben selbst zu gestalten?"

So kam es dazu, dass es Menschen gab, die einem doch halfen, als man in Not war, man traf sie zwar erst später, sie schienen so weit entfernt und doch so nah.
Nahmen mich auf...

"Obwohl bei einem Menschen sind, man fühlt sich oft so einsam. Der Schmerz in der Magengegend bringt Streß mit sich, zu viel Druck und immer die Sorge, ob man alles schaffen kann, schulisch, wie auch privat mit den Ämtern...
Der Schmerz in der Magengegend erinnert an die Vergangenheit, an die verlorene Kindheit...daran wie oft man Dinge alleine bewältigen musste, was einerseits Selbstständigkeit förderte, andererseits Einsamkeit und keinen Halt mit sich brachte, es gab niemanden, der einen mal festhielt, wenn es zu sehr weh tat oder wenn man wieder in ein schwarzes Loch gefallen ist...dabei braucht jeder Mensch doch Liebe, jeder Mensch braucht Fürsorge."

Es gibt Menschen, die einem helfen können, allein wenn sie schon da SIND.

"Als ich ging und meine Eltern zurückließ überkam mich ein komisches Gefühl und doch war es richtig, es war gut für mich.
Aber es brachte natürlich auch andere Probleme mit sich.
Ich musste merken, dass ich manchmal gar nicht so frei war, dass ich mich, wenn ich irgendwo wohnte an Regeln halten musste, was mir persönlich ja eigentlich nicht sonderlich schwer fällt, da ich an sich ein sehr braves Mädchen bin. Ich beiße nicht...ich kratze nur dann, wenn ich merke, dass mir ein System aufgezwungen wird, was mir nur schadet. Viele gehen wohl noch davon aus, ich würde nicht wissen, was mir gut tut, dabei hab ich es immer wieder bewiesen, das ich es kann...ich habe es wohl doch am Ende gelernt um mich zu kümmern, nicht immer um Andere...und was ich noch auf meiner Reise durch das Leben gemerkt habe, ist die Dominanz mancher Menschen, besonders der männlichen Wesen unter uns. Jemand, der Dominanz ausübt, ist mir an sich schon gar nicht mehr geheuer, da stimmt doch was nicht. Ist der Mensch etwa so schwach, dass er anderen zeigen muss, wie dominant er werden kann? Schwachsinn...je mehr ich an Männer denke, desto mehr erfüllt mich ein Ekelgefühl. Ich kann mit ihnen befreundet sein, es gibt einige mit denen man gut leben kann...aber ich sehne mich nach einer anderen Wärme...das habe ich schon gemerkt....ja das fiel mir immer mehr auf...."

"Manchmal da träumte ich Nachts auch schöne Träume....endlich...sie waren so sanft und geborgen...und gewiss ich werde sie irgendwann finden..."

Ich werde wohl weiter wandeln durch mein Leben, auf der Suche, was mir gut tut, wo ich mich fallen lassen kann und nicht immer nur für etwas kämpfen muss oder mich rechtfertigen.
Ein Recht auf freies Leben zu haben.

Oder ist Freiheit nur eine Illusion?

Und was ist mit der Einsamkeit? Wo ist mein Zu Hause?
In mir...ich möchte mich in mir selbst zu Hause fühlen...

Ist Einsamkeit eine Illusion?

Was ist schon Wirklichkeit und was Illusion...

Ich weiß eins und das gewiss...ich bin ein Mensch.
Mit meinen Stärken und Schwächen.

Ich bin ich, bleibe mir treu und das macht mich auch aus.

In Liebe.
Eure Maria

3.10.08 21:40

Werbung


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Der an Dich denkt... (4.10.08 11:24)
Funktionieren...ja, das müssen wir wohl. Diese Gesellschaft ist eine Leistungsgesellschaft, und Egoismus ist dermaßen sozialisiert dass er unvermeidbar ist...selbst das Helfen ist institutionalisiert und kein selbstverständliches Geben/Nehmen mehr. "Archaische Gesellschaft" nennt es Luhmann. Arbeit ist teilweise völlig ausdifferenziert -und damit ist nicht nur der Beruf (Wirtschaft), sondern auch die Politik, Forschung und genauso auch die Familie gemeint. Alles und jeder hat seine bestimmten Aufgaben, das geliebte und/oder gehasste "Rädchen im System". Einerseits grenzt das ein, andererseits bringt es aber nicht nur Nachteile: Man hat in dieser Gesellschaft fast unzählige Möglichkeiten zu handeln und auch zu erleben. Das könnte man als Freiheit interpretieren...es ist zumindest eine Art von Freiheit...
Diese Gesellschaft ist Segen und Fluch gleichzeitig, das ist unabänderbar. "Kommt drauf an von welcher Seite man es betrachtet" sagen die einen, aber ich tendiere doch eher zur zweiten Sorte Mensch: Es kommt darauf an was Du daraus machst. Und letztendlich: Die Menschen, egal in welcher Gesellschaft, egal in welcher Zeitepoche, sind Individuen. Jedes Rädchen im System ist ein Rädchen für sich, aber ganz ohne Anpassung geht es nicht, sonst läuft die Maschinerie nicht. Wenn die Maschinerie nicht läuft wird das Rädchen ausgetauscht und jedes Rädchen ist nun mal austauschbar, so hart es klingt, das ist leider (oder zum Glück?) Fakt.
Dass Du beim Gedanken an Männer Ekel empfindest finde ich sehr schade, denn auch unter den Männern, um bei der Metapher der Zahnräder zu bleiben, gibt es Rädchen die sich harmonisch mit Dir zusammen drehen....ob Du es suchen musst oder besser Dich finden lassen musst überlasse ich Deiner eigenen Philosophie ;-)


(7.10.08 23:16)
„ Liebe deinen Nächsten war ihr genauso eingebläut wie das Hassen ihrer selbst, und so war ihr ganzes Leben ein Beispiel dafür, dass ohne Liebe zu sich selbst auch die Nächstenliebe unmöglich ist und am Ende genau dieselbe grausige Isoliertheit und Verzweiflung erzeugt wie der grelle Egoismus“
Kommt dir das bekannt vor? Du sprichst von manchen Menschen voller Abscheu und Ekel, was du mit großer Leidenschaft rüberbringst. Du stellst dich höher indem du andere erniedrigst und ihnen ein schlechtes Menschenbild zuteilst. Machst du nicht das gleiche wie die, welche du hasst? Hasst du dich selbst und bist zu lieben unfähig? Du hast selbst gesagt es gibt verschiedene Ansichten, aber woher nimmst du dir das Recht deine Ansichten für die besten zu halten?

„Menschen sind egoistische Wesen.“ So wirkst du auch in deinem Text.
Die Menschen, die dir nicht“ gut tun“ vor denen hälst du dich fern… Also machst du Freundschaften nach deinem Persönlichen und egoistischen nutzen aus. Andere können auch Problem haben aber…

Es ist schlimm in einer Atmosphäre aufzuwachsen, die nicht gut für einen ist. Ist stimme euch auch in dem Sinne zu , dass die Gesellschaft nicht super paradisisich toll ist, aber dann tagt ihr doch wenigstens Verantwortung! Was machst ihr um die Gesellschaft zu verbessern? Oder seid ihr zu sehr mit euch selbst beschäftigt und habt eure Probleme? Das können alle sagen und was passiert sann? Grenzenloser Kampf und Egoismus, Aber bevor man kritisiert sollte man erst mal in eurem eigenen Wohnzimmer aufräumen. man kann die ganze Welt schlecht sehen und was bringt das ? seht es als Herausforderung , eine große Aufgabe. Jammern hilft nicht, sorry! Empathiefähigkeit! Man kann zwar behaupten man besäße sie doch im wahren Verständnis zeigt sie sich !

Es bringt nichts sich selber besser, klüger als andere zu sehen. Ihr scheint auf einem punkt zu stehen? Man muss sich fragen warum lösen sich Freundschaften. Was hat man selbst dazu beigetragen. Aber es ist leichter der bösen Welt die Schuld zu geben.


Silvia (7.10.08 23:29)
Hallo Maria,

"Menschen bieten einem die Freundschaft an und später kehren sie einem den Rücken zu, nur weil sie von ihren egoistischen Bedürfnissen geblendet werden, sie vergessen manchmal, wie sehr ihnen ein guter Freund/ eine gute Freundin geholfen hat...als sie in einem schwarzen Loch waren und ihnen jemand die Hand gab..."

Hast du gefragt warum man dir den Rücken kehrte, ob man es überhaupt tat? Nein, dass hast du nicht. Wieso behauptest du dann, dass es Egoismus war ? hast du geraten oder vermutet, nein du hast es behauptet! Ist es Trotz?

Wir haben in letzten Zeit nicht viel miteinander gesprochen. Ich weiß nicht wieso es sich so entwickelt hat. Du sagtest mir einmal: Ich habe nicht immer Energie für Freundschaft. Wieso nennst du es bei mir Egoismus, wenn ich auch einfach man nicht mehr kann? Wir haben uns beide oft aus einem schwarzen Loch holen können.Es beruht auf Gegenseitigkeit, es ist nicht ganz fair es so einseitig darzustellen, finde ich.
Aus Meinerseits egoistischen Gründen hat es sich nicht so entwickelt, aber du hast dir ja auch nicht die Mühe gemacht um zu fragen oder tue ich
dir nicht mehr gut? Mit Egoismus und Konsum lässt sich nicht alles auf der Welt erklären,.dass ist zu einfach. Nicht nur behaupten. Falls du wirklich Interesse daran hast die Gründe zu erfahren, lade ich dich gerne auf einen Tee ein.

Lieben Gruß

Silvia

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen
Powered by 20six / MyBlog
Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung